Gasturbinen

1912 M. Matricardi Italy
1912 M. Matricardi Italy
1912 M. Matricardi Italy

Früher Vorschlag einer Freikolben-Gasturbine

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1925 Noack, Freudenreich
1925 Noack, Freudenreich, Schweiz
1925 Noack, Freudenreich, Schweiz

Revolutionärer Vorschlag: Die Kraftabnahme erfolgt sowohl über die Abgase (2, 3) wie auch elektrisch (10, 4)  mit Lineargenerator. Der Motor hatte auch eine Aufladung (5). Der Vorschlag wurde nie realisiert.
 
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1932 Pescara, Frankreich
1932 Pescara, Frankreich
1932 Pescara, Frankreich

Früher Vorschlag von Pescara. Dieser Motor hatte noch eine Auswärtskompression, da die Konstruktion von den Pescara Kompressoren abgeleitet wurde.

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1936 Pescara-Alsthom G18 (heute Alstom)
1936 Pescara-Alsthom G18 (heute Alstom)
1936 Pescara-Alsthom G18 (heute Alstom)

Robert Huber berechnete ab 1933 verschiedene Prototypen, die intensiv gestestet wurden. Die Verhandlungen mit dem Lizenznehmer Alsthom Belfort waren sehr schwierig. Der Erfolg hing natürlich davon ab, ob die Maschinen den erhofften hohen Wirkungsgrad erbringen konnten.

1938 Pescara-Alsthom G30
1938 Pescara-Alsthom G30
1938 Pescara-Alsthom G30
1938 Pescara-Alsthom G30
1938 Pescara-Alsthom G30 (heute Alstom)

1938 wurde eine erste Anlage mit zwei Motoren G30 und einem Turbogenerator gebaut. Die Testresultate stimmten mit dem berechneten Werten überein.

1939 Pescara-Alsthom GS30
1939 Pescara-Alsthom GS30
1939 Pescara-Alsthom GS30 (heute Alstom)

Die Erfahrungen mit den beiden G30 Motoren wurden bei der Konstruktion des GS30 einbezogen. Dieser Motor hatte eine Leistung von rund 1000 PS. Der beginnende Krieg erschwerte die Weiterentwicklung der Arbeiten.

1941 Pescara, Frankreich
1941 Pescara, Frankreich
1941 Pescara, Frankreich

Dieses Patent zeigt die Grundlage für die erfolgreichen Pescara Turbinenantriebe. Die Auswärtskompression wurde ersetzt durch die Einwärtskompression. Das heisst, die Spülluft wurde neu beim Einwärtshub komprimiert.

Dieses revolutionäre Design - zusammen mit einer masseneutralen Kolbensynchronisierung - brachte nach dem zweiten Weltkrieg den kommerziellen Durchbruch.

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1940-1950 Sulzer, Schweiz
1940-1950 Sulzer, Schweiz
1940-1950 Sulzer, Schweiz

Die auswärts verdichtende Sulzer Maschine erreichte bei doppelter Grösse dieselbe Leistung wie der Pescara GS30. Die erste und einzige verkaufte Anlage musste zurückgenommen werden, weil die versprochene Leistung nicht erreicht werden konnte.

1943 Baldwin-Lima-Hamilton
1943 Baldwin-Lima-Hamilton
1943 Baldwin-Lima-Hamilton
1943 Baldwin-Lima-Hamilton
1943 Baldwin-Lima-Hamilton / Pratt & Whitney

Der Patentschutz von Pescara erforderte eine Auswärtskompression und Änderungen am Gaswechsel.

Im Auftrag der Marine wurden 5 verschiedene auswärts verdichtende Prototypen gebaut zum Antrieb einer Flugzeugturbine. 

Es wurde ein Leistungsgewicht von 2.5 kg / PS erreicht. Die Entwicklung wurde gestoppt zugunsten konventioneller Gasturbinen.

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1943 Baldwin-Lima-Hamilton  Pratt & Whitney
1943 Baldwin-Lima-Hamilton / Pratt & Whitney
1945 Pescara GS 34, SIGMA Lyon
1945 Pescara GS 34, SIGMA Lyon
1945 Pescara GS 34, SIGMA, Venissieux Lyon, Frankreich

Erster 1250 PS Prototyp, gebaut bei SIGMA Lyon, auf dem Prüfstand. Die hohen Erwartungen wurden erfüllt und bald gab es die ersten Bestellungen.

Pescara Freikolben- Gasturbine
Pescara Freikolben- Gasturbine
1948 SIGMA, Venissieux, Lyon, Frankreich
1948 SIGMA, Venissieux, Lyon, Frankreich
1948 SIGMA, Venissieux Lyon, Frankreich

Pescara Prüfstand

1950 Auslieferung der ersten kommerziellen GS34 Maschine
1950 Auslieferung der ersten kommerziellen GS34 Maschine
Der legendäre Pescara GS34
Der legendäre Pescara GS34
1951 Pescara Schiffsantrieb mit zwei Motoren
1951 Pescara Schiffsantrieb mit zwei Motoren
1951 Electricité de France, Reims
1951 Electricité de France, Reims: Erste kommerzielle Anwendung einer Pescara-Anlage (1400 kW)
1952 Regie Nationale Renault
1952 Regie Nationale Renault
1952 Regie Nationale Renault

Erste Lokomotive 040-GA-1 "La Pescara" mit einer Freikolben-Gasturbine System Pescara. 1959-61 folgten zwei weitere Renault- Lokomotiven. In Russland baute die "Kharkov Locomotive Works" ebenfalls mehrere Lokomotiven mit Pescara- Antrieben.
Pescara Kraftwerk
1953 Ajaccio, Corsica: 4,2 MW Pescara Kraftwerk
Pescara Kraftwerk
1953 Cherbourg FR: 6 MW Pescara Kraftwerk
CANTENAC, Augustin Normand
1954 CANTENAC, Augustin Normand FR
1954 CANTENAC, Augustin Normand, France

Das erste Handelsschiff mit Freikolben-Turbine

Download deutscher Presseartikel

Pescara Schiffsantrieb
Modell eines Pescara Schiffsantriebs. Die variable Installation der Einheiten war ein bestechender Vorteil
Pescara Schiffsantrieb
Modell eines Pescara Schiffsantriebs.
Minensuchboote franz. Marine
1952 - 1956: Französische Minensuchboote
1952 - 1956: Die französische Marine liess 20 Minensuchboote der Sirius Klasse mit Pescara Freikolbenturbinen ausrüsten:

M701 Sirius (1952-1971), M702 Rigel (1953-1974), M703 Antares (1953-1981), M704 Algol (1953-1976), M705 Aldébaran (1953-1970), M706 Régulus (1952-1974), M707 Véga (1953-1981), M708 Castor (1953-1973), M709 Pollux (1953-1970), M740 Cassiopé (1953-1976), M741 Eridan renommé Aldébaran en 1977 (1953-1979), M742 Orion (1953-1970), M743 Sagittaire (1953-1979), M744 Achernar (1953-1970), M745 Procyon (1953-1970), M710 Pégase (1955-1974) M750 Bellatrix (1955-1974), M751 Denébola (1955-1974), M752 Centaure (1955-1970), M753 Fomalhaut (1955-1970).

Video: Französisches Minensuchboot mit Pescara Freikolben-Turbinenantrieb
Alan Muntz Co, England
1954 Lizenznehmer Alan Muntz Co, England
CS-75 Motor mit 420 PS, gebaut bei Alan Muntz
CS-75 Motor mit 420 PS, entwickelt und gebaut von Alan Muntz
1955 Cooper-Bessemer Corporation
1955 Cooper-Bessemer Corporation
1956 Liberty Ship "William Patterson"
1956 Liberty Ship "William Patterson" mit 6 MW Pescara Antrieb
Drei der bei GM Cleveland in Lizenz gefertigten Pescara Motoren
Drei der bei GM Cleveland in Lizenz gefertigten Pescara Motoren
1956 Liberty Ship "William Patterson"

6000 KW Antrieb, Lizenz Pescara

Wikipedia Artikel

SAE Paper

Erklärung des Pescara Freikolben Gaserzeugers
1956 Liberty Ship "William Patterson"
1956 Liberty Ship "William Patterson"
Liberty Ship "William Patterson"
1956 Liberty Ship "William Patterson", Maschinenraum
1956 Werkspoor N.V.
1956 Werkspoor N.V. Holland

Pescara Lizenz
Herstellrechte für Schiffsantriebe
Werkspoor license Pescara engine
Werkspoor fertigte den GS34 unter Pescara Lizenz
1957 Ford Typhoon
1957 Ford Typhoon
1957 Ford Typhoon
1957 Ford Typhoon
Ford 160 PS Typhoon Motor
Ford Typhoon Motor. 160 PS, Ø 406 mm, Länge 813 mm
1957 Ford Typhoon

Ford baute einige Prototypen, die stark an die Pescara Konstruktion angelehnt waren. Der erste Motor hatte 16 PS, darauf folgten einige 100 PS Varianten und schliesslich eine Version mit 160 PS, der bei einem Traktor eingebaut wurde.

Die Informationen zum Bau des Motors erhielt Ford von einem Wachmann angeboten, der die Pläne des XP 500 Firebird bei General Motors fotografiert hatte.


Nov 1957: Hobby, Deutschland
Nov 1957: Hobby, Deutschland
1959 Agusta, Sizilien
1959 Agusta, Sizilien: 7,2 MW Kraftwerk
Regie Nationale Renault
1959 + 1961 Regie Nationale Renault
1959 + 1961 Regie Nationale Renault

Zwei weitere Loks 060-GA-1 "Belphégor" mit Pescara-Freikolbenturbinen wurden gebaut mit je 2400 PS Leistung

The FG9 - EMD's part in the free-piston adventure
The FG9 - EMD's part in the free-piston adventure
1959 
von Zsolt Kemény, NOHAB-GM Foundation, Ungarn

1959 Motorenfabrik Darmstadt
1959 Motorenfabrik Darmstadt.​
Einige Antriebe wurden unter Pescara-Lizenz gebaut. Änderungen an den Originalplänen führten jedoch zu Problemen.
1959 Doniambo, Neukaledonien
1959 Doniambo, Neukaledonien: 24 MW Pescara Kraftwerk
1959 Fritz Heckert
1959 Fritz Heckert
1959 Fritz Heckert

Das legendäre DDR- Urlauberschiff FRITZ HECKERT war mit einer Pescara-DEMAG-Freikolbenanlage ausgerüstet

1959 ICI, England
1959 ICI, England: 12 MW Pescara Kraftwerk
1959 SIGMA
1959 SIGMA: 358 Maschinen mit total 316 MW im Einsatz.
Licensee Smith's Dock Co. 1960 reports
Licensee Smith's Dock Co. 1960 reports
Licensee Smith's Dock Co. 1960 reports
Licensee Smith's Dock Co. 1960 reports
SIGMA Flyer
SIGMA Flyer

1967 Ende der SIGMA (Company flyer)

Nach der Pensionierung des Pescara Chefingenieurs Robert Huber 1962 begann der Niedergang der Freikolbentechnologie. Dies hatte mehrere Gründe:

  • Die langsam laufenden Grossdieselmotoren erreichten mittlerweile ebenfalls den Wirkungsgrad der Freikolben-Anlagen.

  • Der Pescara GS34 - ein verbesserter Prototyp mit technischem Stand von 1939 - wurde nicht weiter entwickelt. Der Motor wurde ein Opfer seines eigenen Erfolges, es wurden nie Nachfolgemodelle entwickelt.

  • Verschiedene Nachfolger (Stabine, Stelzer, Jarret, Nachahmer) hatten konzeptionelle oder technische Probleme und schadeten dem guten Ruf der Freikolbenmotoren sehr.

Stabine Generator
Stabine Generator
Stabine Generator
Stabine Generator

1969 Stabine SA, Le Creusot, Prototype

Die von Robert Hubers Nachfolgern versprochene Leistung von ca. 15 MW konnte nie erreicht werden. Mehr als 150 Mio französische Franc wurden investiert, dann ging die Firma konkurs.

Dies bedeutete den technologischen Selbstmord für die von Robert Huber vom "Bureau Technique Pescara" während 35 Jahren entwickelte Freikolben-Technologie.

Die bewegliche Masse der Stabine Maschine war im Verhältnis zur Leistung mehr als doppelt so schwer im Vergleich zum GS34. Entsprechend geringer war die Kolbenbeschleunigung und damit der thermische Wirkungsgrad.
Karl Woerrlein
1996 TU Darmstadt, Karl Woerrlein
2001 Kvaerner ASA, Norwegen
2001 Kvaerner ASA, Norwegen
2001 Kvaerner ASA, Norwegen
2001 Kvaerner ASA, Funktionsschema
2001 Kvaerner ASA, Norway

Free-Piston Diesel Engine Timing and Control
Towards Electronic Cam- and Crankshaft


Free-Piston Diesel Engine Dynamics and Control

Tor A. Johansen, Olav Egeland, Erling Aa. Johannessen and Rolf Kvamsdal